Die Ortschaft Riefensbeek - Kamschlacken gehört zur Stadt Osterode am Harz. (Deutschland/ Niedersachsen/ Harz/ Landkreis Osterode am Harz)
Nationalpark-Erholungsort Riefensbeek-Kamschlacken
Nicht weit entfernt vom Sösestausee,
inmitten der waldreichen Harzer Berge, liegt im oberen Sösetal der kleine Harzort
Riefensbeek-Kamschlacken (360 - 390 m ü. NN).
Ein Geheimtip für Naturliebhaber und Wanderfreunde ist dieser Ort schon lange -
und das zu jeder Jahreszeit.
Für Wanderfreunde ist Riefensbeek-Kamschlacken ein wahres Paradies:
Mehr als 100 Kilometer Natur können hier auf gut ausgeschilderten und ausgebauten Wegen erwandert werden. Die Ziele, die sich dem Wanderer bieten, lassen auf eine "sagenhafte, volkstümliche" Gegend schließen, die die Phantasie beflügelt: Da wäre zum Beispiel die Wolfsklippe, der Forellensprung, der Wildkatzenweg, die Sergantenklippe oder die Kleine und Große Hölle.
Auf nicht anstrengender Wanderung gelangt der Besucher auf die Höhen des Ackers (800 m), wo sich von der Hanskühenburg ein herrlicher Blick auf die Bergwelt erschließt, oder in das romantische Gebiet des Bruchberges (900 m).
Im Winter stellt sich Riefensbeek-Kamschlacken als idealer Ort für den "sanften" Wintersport dar. Sie werden keine atemberaubenden Abfahrten finden, keine Schlepplifte und Skihänge. Verschneite Wanderwege laden alle diejenigen ein, die lieber zu Fuß unterwegs sind oder Lust auf eine zünftige Pferdeschlittenfahrt haben. Rodeln ist in und um Riefensbeek-Kamschlacken vielerorts möglich. Einen Ski- und Rodelverleih finden Sie im Ort.
Sportlich gesehen können Sie hier Angeln, Reiten, Luftgewehrschießen, Kegeln ..., falls das Wetter mal nicht mitspielt.
Für die fröhliche Grillparty steht ein schön gelegener Grillplatz zur Verfügung.
Die kleineren Gäste finden auf den zwei Wald-Kinderspielplätzen alles, was "Kind" zum richtigen Toben braucht.
Damit die Unterhaltung nicht zu kurz kommt, finden im Dorfgemeinschaftshaus Brauchtums- und Tanzabende statt, bei denen Gäste und Einheimische in froher Runde zusammenkommen.
Aber auch Veranstaltungen in den Hotels und Pensionen werden immer gern angenommen. Besondere Beachtung finden dabei die Veranstaltungen, bei denen die Riefensbeeker Heimatgruppen auftreten.
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Alle ortsansässigen Vereine
Förderverein des Friedhofes
Riefensbeek-Kamschlacken
Jürgen Wach
Obere Herrentalstraße 18
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 41 55
Förderverein der Kapelle zu
Riefensbeek-Kamschlacken
Jürgen Wach
Obere Herrentalstraße 18
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 41 55
Freiwillige Feuerwehr
Riefensbeek-Kamschlacken
Norbert Wiegand
Lange Wiese 17
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 7 60 76
Heimatstube
Riefensbeek-Kamschlacken
Wilfried Kreiter
Mitteldorf 10
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 76 07 79
Harzer Rotkehlchen
Die Original Harzer Rotkehlchen
Klaus Dieter Guse
Sösetalstraße 17
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 41 24
Harzklub-Zweigverein
Riefensbeek-Kamschlacken
Diethard Warrelmann
Diestelwiese 1
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 45 54
Sing- und Trachtengruppe
"Die Sösespatzen"
Jürgen Fuchs
Friedrich-Ebert-Straße 146
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 7 51 29
Sozialverband Deutschland Ortsgruppe
Riefensbeek-Kamschlacken
Christine Keil
Sösetalstraße 31
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 7 56 03
SPD-Ortsverein
Riefensbeek-Kamschlacken
Peter Lader
Sösetalstraße 27
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 7 39 60
Turn- und Sportverein (TSV) Riefensbeek-Kamschlacken
Joachim Bertram
Lange Wiese 8
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 55 22 - 7 28 29
Jugendraum
Riefensbeek-Kamschlacken
Untere Herrentalstr. 2 (DGH)
37520 Osterode am Harz Ortsjugendpfleger in
Riefensbeek-Kamschlacken
Arne Schlegel
Lange Wiese 45
37520 Osterode am Harz
Telefon: 0 170 - 7 75 46 44

Touristinformation
Riefensbeek-Kamschlacken Im Gästehaus Bündge
(Spargeschäft)
Lange Wiese 15
37520 Osterode am Harz
Tel. 0 55 22 - 31 83 60 |
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Riefensbeek - Kamschlacken im Wandel
der Jahrhunderte
Seit dem 12. Jahrhundert gehörte der Bereich um den heutigen Ort
Riefensbeek-Kamschlacken zum Herrschaftsbereich der Welfen. Hier boten sich gute
Bedingungen für die Anlage von Hüttenwerken. So stand Wasserkraft z. B. zum
Betrieb der Blasebälge und auch Holz (Verhüttung mittels Holzkohle) in
ausreichendem Maße zur Verfügung. Bürger der freien Reichsstadt Goslar erwarben daher
von den Herzögen von Braunschweig Nutzungsrecht an den Waldungen, der Wasserkraft und den
Bodenschätzen. Von etwa 1200 bis 1350 betrieben Goslarer Unternehmer im Raum Riefensbeek
und Kamschlacken Hüttenwerke, in denen Erze des Rammelsberges verarbeitet wurden. Daneben
verhüttete man auch den Eisenstein, der in der unmittelbaren Umgebung der Hütten
gewonnen werden konnte. Nach dem Ende dieser frühen Unternehmungen setzte erst etwa 100
Jahre später eine erneute wirtschaftliche Nutzung des Raumes Riefensbeek-Kamschlacken
ein. Ab 1460 verarbeitete man die alten Schlackenhalden in einer von Osteroder Bürgern
neu angelegten Schmelzhütte am Scheerenberg. Um 1560 bestanden auch im Bereich des
heutigen Ortes Eisenhüttenwerke. Der Einfluss der Unternehmen aus der Reichsstadt Goslar
war zu diesem Zeitpunkt bereits zurückgedrängt worden. Produkte aus den Betrieben des
Dorfes verkaufte man bis nach Hamburg und Bremen, wobei die hier hergestellten gegossenen
Geschützrohre eine besondere Bedeutung erlangte. Im Dreißigjährigen Krieg, um 1630,
mussten die Hüttenwerke in Riefensbeek und Kamschlacken endgültig ihre Produktion
einstellen.
Zu den Eisenhütten gehörten auch jeweils Nutzungsrechts an den Waldungen und Wiesen der
Umgebung. Aus diesen Rechten und den vorhandenen Hüttengebäuden bildete man
landwirtschaftliche Betriebe, sogenannte Meiereien, die vom Landesherrn verpachtet wurden.
Ackerbau war aufgrund des rauhen Klimas von geringer Bedeutung, jedoch konnte
Viehwirtschaft betrieben werden (Waldweide). Daneben blieb die Forstwirtschaft, dem auch
ein Sägewerkbetrieb und die Köhlereien zuzurechnen sind, ein Haupterwerbszweig der
Bewohner der Dörfer. Auch waren hier einige Fuhrleute ansässig, die insbesondere für
die Bergbauunternehmen und die Forstbetriebe Lohnfuhren leisteten. Den Versuchen, im Raum
Riefensbeek und Kamschlacken Bergbau zur Förderung von Nichteisen-Metallen zu betreiben,
blieb im 18. Jahrhundert der Erfolg versagt.
1845 gab es in Riefensbeek zwölf Wohnhäuser, während in Kamschlacken nur fünf
Wohngebäude vorhanden waren. Die Einwohnerzahl belief sich (Stand 1843) auf 73 Personen
in Riefensbeek und 52 in Kamschlacken. 1850 wurden die bis dahin selbstständigen Dörfer
zu einer Gemeinde zusammengelegt. 1854 errichtete man ein Schul- und Bethaus, das erst
1960 durch einen Schulhausneubau und 1966 durch den Bau der Christus-Kapelle ersetzt
wurde.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts gewann der Fremdenverkehr zunehmend an Bedeutung für die
Wirtschaft des Ortes. Mit dem Rückgang der Beschäftigtenzahlen in der Land- und
Forstwirtschaft wurde der Tourismus schließlich zum Haupterwerbszweig der Riefensbeeker
und Kamschlacker.
Gab es 1930 noch 125 Waldarbeiter und Kulturfrauen in
Riefensbeek-Kamschlacken, so waren Mitte der 70er Jahre lediglich noch 30 Arbeitskräfte
in der Forst beschäftigt. Im Jahr 1950 hielt man noch 180 Stück Weidevieh, während
bereits zehn Jahre später, aufgrund der Verringerung der Viehzahlen, die Waldweide
aufgegeben wurde.
Mit der Eingliederung der Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg, die Einwohnerzahl wuchs von
253 im Jahr 1939 auf 392 im Jahr 1950, änderte sich die Bevölkerungsstruktur des Dorfes.
1972 wurde Riefensbeek-Kamschlacken in die Stadt Osterode am Harz eingemeindet. Heute
leben in dem Ort 344 Einwohner (Stand 2001).
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